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Veterinärverordnung KT.Glarus

Links zu den Formularen für Mehrhundehaltung und Bewilligungspflichte Hunderassen

http://www.gl.ch/documents/Bewilligungsgesuch_Mehrhundehaltung.pdf

http://www.gl.ch/documents/Gesuchsformular_Bewilligung_einzel_Hundehaltung_erhoehtes_Gefaehrdungspotential.pdf


http://www.gl.ch/documents/Weisung_Gebuehren_Bewilligungsverfahren_Hundehaltung1387292963180.pdf


Auszug aus der Verordnung zum kantonalen Tierschutz- und Tierseuchengesetz (Veterinärverordnung)
4. Hundehaltung
Art. 19
Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial
1
Zu den Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotenzial gemäss Artikel 27 des Gesetzes gehören folgende Rassen:

a.  American Staffordshire Terrier;     
b.  American Pit Bull Terrier;     
c.  Bull Terrier;     
d.  Staffordshire Bull Terrier;     
e.  Rottweiler;     
f.  Dobermann;     
g.  Hovawart;     
h.  Dogo Argentino;     
i.  Cane Corso;     
j.  Rhodesian Ridgeback;     
k.  Deutscher Schäferhund;     
l.  Belgischer Schäferhund;     
m.  Mischlinge dieser Rassen.   
Art. 20
Mehrhundehaltung
1
Mehrhundehaltung im Sinne von Artikel 27 Absatz 1 des Gesetzes liegt vor, wenn mehr als ein Hund in derselben Wohneinheit länger als zwei Monate gehalten wird. Das gilt auch für Hunde, die auf verschiedene Personen registriert sind.
Art. 21
Bewilligungsvoraussetzungen
1
Als Voraussetzung für die Haltung eines oder mehrerer Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial gilt grundsätzlich das Bestehen einer anerkannten Prüfung über Gehorsam und Führigkeit (Art. 24 f.). Dieses Erfordernis entfällt, wenn eine Halterbewilligung eines anderen Kantons vorliegt. Zudem kann der Kantonstierarzt oder die Kantonstierärztin in besonderen Fällen vom Erfordernis absehen, sofern Sicherheit der Tierhaltung und Beachtung des Tierschutzes anderweitig beurteilt werden können.
2
Für die Haltung von Hunden gemäss Artikel 19 Buchstaben a–f sowie Mischlingen mit Anteilen der betreffenden Rassen wird zudem vorausgesetzt, dass der Halter oder die Halterin mindestens 18 Jahre alt ist und die Lebensführung eine sichere und tierschutzkonforme Haltung des Hundes erwarten lässt.
3
Die Bewilligung zur Mehrhundehaltung wird erteilt, wenn kein spezielles Risiko und keine Missachtung des Tierschutzes erkennbar sind.
4
Gehört zur Mehrhundehaltung mindestens ein Hund der in Artikel 19 aufgelisteten Rassen, setzt die Bewilligungserteilung grundsätzlich voraus, dass alle Hunde die Prüfung über Gehorsam und Führigkeit bestanden haben. Stösst ein solcher Hund zu einer bereits bewilligten Hundegruppe, so bedarf es einer neuen Bewilligung.
5
Vorbehalten bleibt die Übergangsbestimmung (Art. 37).
Art. 22
Zeitpunkt der Gesuchseinreichung
1
Das Gesuch zur Erteilung der Bewilligung ist, sofern möglich, vor, spätestens aber vierzehn Tage nach Übernahme des Hundes beim kantonstierärztlichen Dienst einzureichen. Für aus anderen Kantonen oder dem Ausland zugezogene Hundehalter beträgt die Frist zur Gesuchseinreichung einen Monat seit Wohnsitznahme.
2
Vorbehalten bleibt die Übergangsbestimmung (Art. 37).
Art. 23
Gesuchsunterlagen
1
Mit dem Gesuch sind folgende Unterlagen einzureichen:

a.  Personenausweis;     
b.  Sachkundenachweis 1, sofern benötigt;     
c.  gültige Privathaftpflichtversicherung, die den Hund oder die Hunde in die versicherte Summe mit einschliesst.   
2
Für die Bewilligung zur Haltung eines oder mehrerer Hunde gemäss Artikel 21 Absatz 2 sind zusätzlich folgende Dokumente neuen Datums einzureichen:

a.  Auszug aus dem Strafregister;     
b.  Auszug aus dem Betreibungsregister;     
c.  Handlungsfähigkeitszeugnis.   
3
Innert 14 Tagen nach Erhalt nachzureichen sind:

a.  Sachkundenachweis 2;     
b.  Bestätigung der bestandenen Prüfung gemäss den Artikeln 24 und 25.   
Art. 24
Anerkannte Prüfungen
1
Im Sinne von Artikel 21 Absatz 1 gelten Prüfungen für Sport- und Gebrauchshunde der Schweizerischen und der Internationalen Kynologischen Gesellschaft (SKG/FCI) mit einem Prüfungsteil Unterordnung sowie bestimmte Spezialausbildungen für Hunde als anerkannt. Die anerkannten Prüfungen und Spezialausbildungen sind im Anhang aufgeführt.
Art. 25
Prüfungsbestehen; fehlender Prüfungserfolg
1
Der Hund muss die Prüfung spätestens am Ende des zweiten Lebensjahres bestanden haben. Ist dies nicht der Fall, prüft der Kantonstierarzt oder die Kantonstierärztin, ob die Haltung des Hundes unter Auflagen zum Schutz der Allgemeinheit bewilligt werden kann. Andernfalls wird die Bewilligung verweigert.
Art. 26
Melde- und Registrierstelle; Vereinbarung
1
Als Melde- und Registrierstelle für Hunde wird die Animal Identity Service AG (ANIS), Bern, bezeichnet.
2
Das Departement schliesst mit der ANIS die entsprechende Vereinbarung ab.
Art. 27
Stammdaten; Datenerfassung und Datenzugriff der Gemeinden
1
Als Stammdaten registriert werden die in Artikel 16 Absatz 3 der eidgenössischen Tierseuchenverordnung aufgeführten Daten.
2
Das Departement kann in der Vereinbarung mit ANIS vorsehen, dass zusätzlich zu den Daten gemäss Absatz 1 folgende Angaben registriert werden:

a.  die Erlangung der bundesrechtlich vorgeschriebenen Sachkundenachweise;     
b.  die Erteilung der Bewilligung zur Haltung eines Hundes mit erhöhtem Gefährdungspotenzial oder zur Mehrhundehaltung mit dem Bewilligungsdatum;     
c.  Auflagen zur Hundehaltung.   
3
Es kann für die Registrierung der Zusatzdaten eine andere Stelle vorsehen.
Art. 28
Sachkundenachweise
1
Die Hundehalter sind verpflichtet, spätestens einen Monat nach Erwerb des Sachkundenachweises oder der Sachkundenachweise gemäss Artikel 68 der eidgenössischen Tierschutzverordnung dem Einwohneramt der Wohngemeinde unaufgefordert eine Kopie zuzustellen.
Art. 29
Zugriffsberechtigung weiterer Stellen
1
Der Glarner Kantonale Tierschutzverein sowie alle Inhaber oder Inhaberinnen von Bewilligungen zur selbstständigen Berufsausübung als Tierärztin oder als Tierarzt im Kanton sind ermächtigt, Einzelabfragen in der ANIS vorzunehmen.
2
Umfassende Nutzungsrechte an den Dienstleistungen der Datenbank haben der kantonstierärztliche Dienst, das Departement und die Gemeinden.
Art. 30
Meldepflichten des Kantonstierarztes oder der Kantonstierärztin
1
Der Kantonstierarzt meldet der ANIS beziehungsweise der vom Departement bestimmten Stelle rechtskräftig verfügte Massnahmen zu verhaltensauffälligen Hunden.
Art. 31
Hundetaxe; Zuschlag
1
Die von den Hundehaltern oder Hundehalterinnen jährlich zu entrichtende Taxe beträgt 55 Franken pro Hund ab dem sechsten Lebensmonat.
2
Personen, die Rennschlittenhunde zur eigenen Bestreitung von Rennen halten, und Züchter oder Züchterinnen von Rassehunden können anstelle der Einzeltaxe eine Gruppentaxe (Zwingerpauschale) entrichten.
3
Die Zwingerpauschale beträgt jährlich:

a.  für sechs bis elf Hunde  300 Franken;     
b.  ab zwölf Hunden  500 Franken.   
4
Die Einwohnerämter besorgen den Einzug.
5
Die Gemeinden entscheiden nach Massgabe von Artikel 33 Absatz 2 des Gesetzes über die Erhebung des Gemeindezuschlages.
Art. 32
Übertragung von Hundetaxe und Zuschlag; Rückerstattung
1
Stirbt ein Hund oder wird er dauerhaft nach ausserhalb des Kantons verbracht, können für ihn geleistete Tax- und Zuschlagszahlungen des laufenden Jahres auf einen neu angeschafften Hund übertragen werden.
2
Die hälftige Rückerstattung von Taxe und Zuschlag kann verlangt werden, wenn das betreffende Tier im ersten Halbjahr abgeht und nicht durch ein anderes ersetzt wird. Das Einwohneramt entscheidet über entsprechende Gesuche.
Art. 33
Befreiungsgründe
1
Von Hundetaxe und Zuschlag befreit sind:

a.  aktive Blindenführhunde;     
b.  Therapiehunde, die regelmässig im Einsatz sind und eine aktuelle Ausbildung des Vereins Therapiehunde Schweiz (VTHS) aufweisen;     
c.  Diensthunde der Polizei mit einer Bescheinigung des Polizeikommandos;     
d.  aktive Katastrophen- und Flächensuchhunde mit einem gültigen Ausweis des Schweizerischen Vereins für Katastrophenhunde (SVKA) über die Einsatzfähigkeit;     
e.  Lawinenhunde und Geländesuchhunde mit einer gültigen Bescheinigung der Alpinen Rettung Schweiz oder einem gültigen Nachweis über eine in der Stufe III mit Ausbildungskennzeichen absolvierten Prüfung in der Klasse der Lawinenhunde gemäss Leistungsheft der SKG, Leistungsklassen III gemäss Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG) beziehungsweise der FCI (IPO);     
f.  Hunde der Wildhüter zur Ausübung ihres Berufes;     
g.  geprüfte Schweisshunde gemäss jährlicher Liste der Jagdverwaltung, die dem jagdlichen Pikettdienst zur Nachsuche zur Verfügung stehen;     
h.  nach SKG-Normen geprüfte Gebrauchshunde der Leistungsklassen III gemäss VPG beziehungsweise IPO, sofern sie jährlich die Prüfung bestehen und im Bedarfsfall dem Kanton zur Verfügung stehen;     
i.  Diensthunde der Armee mit einem Verbal für Militärhunde sowie einer Militärhundemarke;     
j.  ausgebildete Herdenschutzhunde.   
2
Der Kantonstierarzt oder die Kantonstierärztin entscheidet über entsprechende Gesuche







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